Häufig gestellte Fragen: Was ist ein Dampfbad im Vergleich zu einer Infrarotkabine?

Bereits im alten Griechenland und Rom schätzte man das Dampfbad und seinen positiven Einfluss auf die Gesundheit. Das Dampfbad wird auch als Dampfsauna oder Nebelbad bezeichnet. Im Gegensatz zu einer Sauna sind im Dampfbad wie auch in der Infrarotkabine die Temperaturen niedriger und die relative Luftfeuchtigkeit ist höher. Die Durchschnittstemperatur beträgt circa 40 bis 55 Grad. Das Dampfbad eignet sich vor allem für Menschen, die aufgrund von Kreislaufproblemen eine Sauna nicht besuchen können. Auch Senioren und Kinder bevorzugen eine Dampfsauna, da der Kreislauf weniger belastet wird. Um Krankheiten oder verschiedene Beschwerden zu lindern, verwendet man in einem Dampfbad oft diverse Kräuterzusätze wie zum Beispiel Eukalyptus oder Zitronenmelisse.

Es gibt unterschiedliche Formen des Dampfbads wie das römische Caldarium, das russische Banja, das türkische Hamam oder das Biodampfbad. Beim modernen Dampfbad wird der Dampf mit Hilfe eines Dampfgenerators erzeugt. Für den Wellness-Bereich in den eigenen vier Wanden werden spezielle Dampfbad-Modelle angefertigt, die weniger Platz in Anspruch nehmen. Die positive Wirkung des Dampfbads besteht darin, dass aufgrund der Hitze und der Luftfeuchtigkeit Giftstoffe im Körper abgeleitet werden. Zusätzlich wird die Atmung verbessert und selbst hartnäckige Verschleimungen bei chronischen Atemwegserkrankungen werden mit Hilfe des Wasserdampfes gelöst. Bei Heuschnupfen, Entzündungen der Kiefer-, Stirn- und Nasennebenhöhlen entfaltet die Dampfsauna auch eine wohltuende und lindernde Wirkung. Außerdem findet eine Lockerung der Muskeln statt, da die Durchblutung und der Stoffwechsel des Körpers positiv angeregt werden.

Für Menschen mit Hautproblemen bewirkt ein regelmäßiger Besuch eines Dampfbads eine Verbesserung des Hautbilds. Der Dampf öffnet die Poren der Haut und hilft dabei, Unreinheiten auf sanfte und effiziente Weise auszuspülen. Für Menschen, die unter Stress und Burnout-Syndromen leiden, kann die Benutzung einer Dampfsauna ebenfalls hilfreich sein. Auch Rheuma-Patienten profitieren vom Besuch einer Dampfsauna, da die Gelenke positiv beeinflusst und Giftstoffe gelöst werden. Vor dem Besuch einer Dampfsauna sollte man eine Dusche nehmen und sich anschließend gut abtrocknen. Zusätzlich is wichtig, darauf zu achten, nicht mit vollem Magen in ein Dampfbad zu gehen. Je nach körperlicher Verfassung kann es in Badedurchgang 10 bis 15 Minuten, maximal 20 Minuten dauern.

Mehr Aufwand beim Dampfbad

Die Nachteile eines Dampfbades im Vergleich zur Infrarotkabine bestehen in der schweren Realisierbarkeit des Einbaus einerseits und in der im Vergleich zur Infrarotkabine geringerern Anwendungsmöglichkeit. So braucht eine Dampfsauna einen permanenten Frischwasseranschluss, einen Abfluss an der niedrigsten Stelle (was insbesondere in Kellerräumen oft zu Schwierigkeiten führt) und eine erhöhte Pflege und Wartung, da sich mit der hohen Luftfeuchtigkeit und erhöhten Temperatur auch Keime bilden können. Bei regelmäßiger Benutzung können auch Möbel in den gleichen Räumlichkeiten aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit in Mitleidenschaft gezogen werden. Aufgrund der konkreten Abstrahlelemente lassen sich in einer Infrarotkabine Körperpartien gezielt mit der Wärmestrahlung behandeln, in einem Dampfbad geht die Wärme immer vom zentralen Dampfgenerator aus. Ideal wäre somit eine Ergänzung von beiden, Infrarot und Dampf, was sich aber in den meisten Haushalten nicht durchführen lässt.

 

Infrarotstrahlung Sonne